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Einlagensicherung: Banken senken Haftung für Sparer unter 10 Prozent

Einlagensicherung: Banken wollen kaum noch ihre Kundengelder absichern und kürzen den Einlagensicherungsfonds dramatisch.

Der freiwillige Einlagensicherungsfonds der deutschen Privatbanken galt unter Experten jeher als schwach kapitalisiert. Wie hoch sein Volumen wirklich ist, weiß niemand – auch nicht ob der Topf einer Banken-Pleite standhalten würde. Bisher waren damit die Einlagen der Bankkunden bis zu einer Höhe von 30 Prozent des sogenannten haftenden Eigenkapitals der jeweiligen Bank geschützt.

Aber jetzt wollen die privaten Banken ihre Einlagensicherung dramatisch zusammenstreichen, gab der Deutsche Bankenverband heute bekannt. So sollen bis zum 01. Januar 2025 die Kundengelder auf den Konten der 173 Mitgliedsbanken nur noch in Höhe von knapp neun Prozent des haftenden Eigenkapitals abgesichert sein.

Die Kürzung ist schrittweise geplant. Zum 01. Januar 2015 soll die Sicherungsgrenze zunächst von 30 auf 20 Prozent abgesenkt werden. Danach soll die Sicherung bis zum 01. Januar 2020 auf maximal 15 Prozent sinken. Ab dem 01. Januar 2025 könnte der Einlagensicherungsfonds dann nur noch die Kundengelder in Höhe von 8,75 Prozent des haftenden Eigenkapitals absichern.

Von diesem Kahlschlag wären Sichteinlagen auf Girokonten aber auch Geldanlagen auf Sparbüchern, Festgeld- und Tagesgeld-Konten sowie in Sparbriefen betroffen.



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