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Hypo Real Estate: Gutachter empfehlen Insolvenz

Noch stützt der deutsche Steuerzahler die Hypo Real Estate (HRE) mit mehr als 100 Milliarden Euro. Ein Regierungsgutachten empfiehlt jetzt die Abwicklung der Pleite-Bank. Hat sich der Staat mit unserem Geld verzockt?

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Wir können nichts mehr für sie tun. Alle Wiederbelebungsversuche sind zwecklos! Zu diesem Ergebnis kommt ein im Auftrag der Bundesregierung erstelltes Gutachten. Eine Expertengruppe um den Bonner Juraprofessor Daniel Zimmer räumt laut Berichten in “Stern” und “Zeit” der Hypo Real Estate kaum mehr Überlebenschancen ein. Der Münchner Immobilienfinanzierer als auch die Tochter Deutsche Pfandbriefbank seien für die Volkswirtschaft entbehrlich, meinen die Gutachter und mahnen dringend deren Abwicklung an.

Der Steuerzahler stützt derweil die Bank noch immer mit mehr als 100 Milliarden Euro an Finanzhilfen und Garantien. Was wird aus unserem Geld? Wer bezahlt dieses finanzielle Abenteuer?

Die HRE entstand im Jahre 2001 durch Zusammenlegung des gewerblichen Immobiliengeschäfts der Hypovereinsbank (HVB; heute UniCredit) mit ihren Tochtergesellschaften Nürnberger Hypothekenbank, Süddeutsche Bodencreditbank und Bayerische Handelsbank. Der Börsengang erfolgte in 2003. Der Hauptsitz wurde in die Steueroase Irland verlagert. Im Jahr 2007 folgte dann die Übernahme der irischen Depfa.

Am 28. Sptember 2008 drohte der HRE erstmals die Insolvenz. Nur einen Tag später, am 29. September, hatte eine Lobby-Gruppe um Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann dem deutschen Steuerzahler in einer Nacht- und Nebelaktion erste HRE-Finanzhilfen in Höhe von rund 27 Milliarden Euro abgetrotzt.

Nach weiteren erfolglosen Rettungsversuchen mit Steuermilliarden wurde die Bank im Jahr 2009 eiligst verstaatlicht. Die Höchstsumme, mit welcher der deutsche Steuerzahler die HRE stützen musste, betrug rund 150 Milliarden Euro.

Foto: misteraitch / CC


Dieser Artikel ist Teil 36 von 37 der Serie Hypo Real Estate - HRE - pbb Deutsche Pfandbriefbank



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