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Hypo Real Estate vor dem Aus?

Jetzt geht’s ans Eingemachte! Wie Welt Online meldet, benötigt der im Dax notierte Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate AG (HRE) bis 30. September 2008 bis zu 15 Milliarden Euro. Woher die Liquidität kommen soll, weiss aktuell niemand. Eine Lösung wird seit Tagen gesucht. Die Ironie: Die HRE hatte im vergangenen Jahr die angeschlagene Deutsche Pfandbriefbank AG (DEPFA) übernommen. Deren irische Tochter soll sich bei einem Zins-Swap verspekuliert haben, weiss das Handelsblatt zu berichten.

Wie dem HRE-Geschäftsbericht 2007 und Zwischenbericht 06/2008 zu entnehmen ist, hatte sich die HRE auch in sogenannten “Collateralized Debt Obligations” engagiert und musste massive Verluste im Handels- und Finanzanlageergebnis hinnehmen. Des Weiteren ist noch ungeklärt, was sich hinter den 15 Milliarden “unwiderruflichen Kreditzusagen” per 30. Juni 2008 verbirgt.

Die HRE-Aktie ist seit einem Jahr von rund 46 Euro auf dem Rückzug und rauschte am Freitag um fast 10 Prozent auf 13,49 Euro im Xetra in den Keller.

Erst im Juni hatte ein von der US-Beteiligungsgesellschaft J.C. Flowers geführtes Konsortium rund 24 Prozent der HRE-Anteile zu einem Preis von 22,50 Euro je Aktie übernommen.

Eines dürfte klar sein, wenn der DAX-Titel nicht zu retten ist, hat das direkte Signalwirkung auf andere Banken, auf die deutsche Wirtschaft und das Vertrauen der Kunden.

Ich hoffe aber, dass sich der Staat nach der Verbrennung von Milliarden Euro bei IKB und KfW mit steuerbasierten Rettungsaktionen zurückhält.

Die Hypo Real Estate Group ging im Jahr 2003 aus der HVB Real Estate Bank AG hervor, welche am 03. September 2001 durch den Zusammenschluss der Hypovereinsbank-Töchter Nürnberger Hypothekenbank, Süddeutscher Bodencreditbank und Bayerischer Handelsbank entstand. Der Börsengang der Hypo Real Estate Group erfolgte am 06. Oktober 2003.


Dieser Artikel ist Teil 3 von 37 der Serie Hypo Real Estate - HRE - pbb Deutsche Pfandbriefbank



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