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Jobangst: Deutsche Bank will massiv Personal-Kosten sparen

Nach der Übernahme der Postbank Ende letzten Jahres plant die Deutsche Bank nun offenbar, mit einem fiesen Trick massiv am Personal zu kürzen. Laut einem Medienbericht seien vorrangig Postbank-Mitarbeiter betroffen.

Die Deutsche Bank ist aktuell mit rund 52 Prozent an der Postbank beteiligt. Nächstes Jahr könnte sie ihre Anteile um weitere 39,5 auf fast 92 Prozent aufstocken. Das weltweit umstrittenste Kreditinstitut mit rund 49.000 Mitarbeitern allein in Deutschland hatte nach Übernahme der 20.000 Postbank-Angestellten verkündet, durch Synergieeffekte bis zum Jahre 2015 jährlich eine dreiviertel Milliarde Euro an Kosten einsparen zu wollen.

Was Bankmitarbeiter schon länger befürchteten, soll nun beklemmende Realität werden. Wie das Wirtschaftsmagazin Capital in einer Vorabmeldung vom 22. Juni, die Wirtschaftsthemen.net vorliegt, berichtet, will die Deutsche Bank tausenden Mitarbeitern aus den Bereichen IT und Kreditbearbeitung die Löhne um bis zu 30 Prozent kürzen. Dafür plant die Bank, bestehende Tarifverträge mit einem wirklich fiesen Trick zu brechen. So sollen einzelne Bereiche des Konzerns in Fremdfirmen (GmbHs) ausgelagert werden, was die Kündigung von Arbeitsverträgen und Gehaltsvereinbarungen zur Folge hat. Die neuen Arbeitgeber würden den betroffenen Mitarbeitern dann Verträge mit Gehältern von 30 Prozent unter dem branchenüblichen Tarif ohne Urlaubs- und Weihnachtsgeld, geringerem Jahresurlaub (27 statt 30 Tage) und längeren Arbeitszeiten (42 Wochenstunden statt 38,5) anbieten.

Wie Capital weiter berichtet, seien vorrangig Postbank-Mitarbeiter durch die Kündigungen betroffen. Eigenes Personal hatte die Deutsche Bank bereits in der Vergangenheit in solche untertariflichen GmbHs verschoben.



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