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Neue Einlagensicherung: Was ändert sich ab 2015, 2020 und 2025?

Neue Einlagensicherung: In welcher Höhe sind Sparguthaben noch sicher? Wann kürzen die Banken ihren Anlegerschutz?

Deutschlands Privatbanken senken die Sicherungsgrenze für Spareinlagen von derzeit 30 auf künftig 8,75 Prozent des haftenden Eigenkapitals der jeweiligen Bank und pro Kunde. Darauf hatte sich die Sonder-Delegiertenversammlung des Bundesverbandes deutscher Banken in Frankfurt gestern geeinigt.

Demnach soll die Sicherungsgrenze ab 01. Januar 2015 zunächst von 30 auf 20 Prozent sinken.

Ab 01. Januar 2020 würde die Grenze dann von 20 auf 15 Prozent weiter reduziert.

Ab 01. Januar 2025 wären Spareinlagen pro Bankkunde nur noch in einer Höhe von maximal 8,75 Prozent des haftenden Eigenkapitals der jeweiligen Bank abgesichert.

Was Bankkunden jetzt wissen müssen

In der Regel hat ein größeres Geldinstitut in Deutschland ein haftendes Eigenkapital in Höhe von mehreren Milliarden Euro. Auch wenn ab dem Jahr 2025 die Sicherungsgrenze nur noch 8,75 Prozent beträgt, sind pro Kunde noch immer Guthaben in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro sicher.

Beispiel

Das haftende Eigenkapital der Deutschen Bank beträgt laut Experten derzeit rund 38 Milliarden Euro. Damit wären pro Kunde aktuell 11,5 Milliarden Euro an Spareinlagen bei einer Pleite geschützt. Bliebe das Eigenkapital bis zum Jahr 2025 gleich, dann wären immerhin noch Spareinlagen pro Kunde in Höhe von mehr als drei Milliarden Euro sicher.

Worst case (schlimmster Fall)

Die erforderlichen Eigenmittel für die Gründung einer Bank mit Einlagen- und Kreditgeschäft betragen in Deutschland mindestens fünf Millionen Euro. Bei der aktuellen Sicherungsgrenze von 30 Prozent sind demnach pro Bankkunde die Guthaben von bis zu 1,5 Millionen Euro gegen eine Pleite abgesichert. Nach der Absenkung der Sicherungsgrenze auf 8,75 Prozent ab dem Jahr 2025 wären noch immer pro Kunde die Einlagen in Höhe von 437.500 Euro geschützt.

Wenn das Guthaben die neue Mindestsicherung von 437.500 Euro übersteigt

Kleinere oder regionale Privatbanken, die nicht an der Börse notiert sind, werden ihr haftendes Eigenkapital kaum offenlegen. Daher können Kunden dieser Geldhäuser ihr Guthaben, das 437.500 Euro übersteigt, nur schützen, indem sie es auf andere Institute verteilen.

Welche Bankguthaben sind betroffen?

Der Einlagensicherungsfonds schützt Sicht- und Termineinlagen der 173 privaten Mitgliedsbanken. Zu den geschützten Einlagen gehören Guthaben auf Giro-, Festgeld- und Tagesgeldkonten. Des Weiteren sind auf den Namen lautende Sparbriefe abgesichert.

Was passiert mit meinen Wertpapieren?

Aktien, Fonds oder Zertifikate fallen nicht unter die Einlagensicherung. Über sein Wertpapierdepot kann der Kunde auch bei einer Banken-Pleite weiter frei verfügen und die Papiere auf andere Institute übertragen.


Dieser Artikel ist Teil 25 von 30 der Serie Ratgeber Geld: Vermögensaufbau



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