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Firmengründung: USA oder Deutschland?

Welches Land ist der bessere Standort?

Hier wird über die Gründung einer Internet-Firma philosophiert und wo sich das Unternehmen am besten niederlässt, als ob das Internet als Zielgruppe in der Einkaufspassage einer Innenstadt oder im Gewerbegebiet am Stadtrand zu finden wäre. Nichts Genaues weiss man nicht und der Autor prügelt erstmal auf die deutschen Kunden ein. Traurig! Wenn eine Gründung keinen Erfolg hat, war nicht etwa der Unternehmer unfähig und das Produkt falsch, sondern die dummen Kunden waren zu unbeweglich, zu markenverliebt, es geht nicht und überhaupt. Muss sich der Standort eines Internet-Unternehmens unbedingt und ausschliesslich an Märkte orientieren? Oder woran?

Grundsätzlich: Der Sitz eines Internet-Unternehmens ist für die Zielgruppe erst mal egal. Denn das Schöne am Internet ist seine globale Aufstellung. Die grossen US-Unternehmen beweisen es, jeden Tag. Muss ein Kundenservice vor Ort erreichbar sein, dann kann eine Niederlassung helfen. Hier geht es also einzig und allein um Rechtslage, Rechtsformen, Steuern und Finanzierungen oder allfällige Kontakte.

Auch wechselt kein Unternehmen der Old-Economy trotz oder vielmehr durch die Globalisierung seinen Standort, nur weil es in einen bestimmten Markt möchte. Standort-Entscheidungen sind wesentlich komplexer. Kleiner Tipp von mir: Wie wäre es mit einer Standortanalyse?

Kurz meine Gedanken zu den Fragen im Einzelnen:

  1. Der Wettbewerb in den USA ist härter, bietet aber auch Chancen.
  2. Standort: Wo der Schreibtisch steht spielt weder für einen Manager noch einen Unternehmer eine Rolle, wenn der Erfolg da ist. Die Erde ist so klein, dass neue Freunde zu alten finden.
  3. Kontakte: Es handelt sich um ein Internet-Unternehmen. Wenn also das Internet nicht gerade lediglich als Vertriebsplattform genutzt wird, dann sollte das eher nicht das Problem stellen. Btw., ein deutscher Steuerberater nützt in den USA recht wenig, wenn er nicht gerade nach IAS / GAAP bilanziert.
  4. Mentalität: Die USA ist ein Einwanderungsland. Dort gibt / gab es auch erfolgreiche Deutsche, z.B. Wernher von Braun.
  5. Rechtslage: Damit sollte man sich schon beschäftigen, wenn man seinen Standort / Wohnsitz verlegt.
  6. Gründungsort: Das kommt ganz auf den Geschäftszweck an.
  7. Niederlassung: Viele deutsche Unternehmen haben in den USA eine Niederlassung.
  8. Finanzierung: In den USA gibt es auch Banken und Investoren. Oftmals sogar die grössten der Welt.
  9. Vernetzung: Würden in den USA ansässige deutsche Firmen bei der eigenen Gründung helfen? Frag sie doch!
  10. Risiko: Ins Blaue auswandern birgt immer ein erhebliches Risiko und will daher gut geplant sein.

Deshalb und wichtig: First profit, then profile and then pleasure! (Hilmar Kopper, Deutsche Bank)

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