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Hamburger Landgericht – Googles Bildersuche verletzt Urheberrecht

In zwei Urteilen stellte das Hamburger Landgericht fest, dass die in der Bildersuche von Google angezeigten Vorschaubilder gegen das deutsche Urheberrecht verstossen (ZDNet). Google könne ja statt dessen eine textliche Umschreibung anbieten (heise).

Damit bedroht meines Erachtens das Gericht auch jede Suchergebnisseite, jeden Webkatalog und jedes Webverzeichnis, wenn dort fremde Inhalte als Suchergebnis angezeigt werden. Auch hier könnten die Hamburger Richter auf die Idee kommen, dass Suchmaschinen und Webkataloge ja eine textliche Umschreibung des Urheber-Textes anbieten können.

Konkludentes Handeln der Urheber
Indem ein deutscher Fotograf und ein Comic-Autor ihre Bilder / Karikaturen ins Internet stellten und den Google-Bots zugänglich machten, gaben sie meiner Meinung nach Google damit ihre Erlaubnis, die Bilder / Karikaturen in das Google-Bildverzeichnis aufzunehmen. Das Landgericht hält es jedoch vermutlich für zumutbar, dass Google Milliarden von Websites-Betreiber einzeln anschreibt und eine nochmalige Bestätigung einholt, ob die Website auch wirklich für die Öffentlichkeit zugänglich sein soll.

Nach dem Hamburger Urteil sollte Google die Websites der Kläger komplett aus seinem Index entfernen. Wer nicht ins Internet will, gehört da auch nicht rein!



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