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Hypo Real Estate vorerst gerettet

Bund bürgt mit 27 Milliarden Euro

Ein Konsortium privater Banken hat dem angeschlagenen Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate (HRE) heute Kreditlinien in Milliardenhöhe zur Verfügung gestellt. Wie eine Sprecherin des Bundesfinanzministeriums mir mitteilte, sichern die Banken eine erste Tranche in Höhe von 14 Milliarden Euro zu 60 Prozent oder mit 8,4 Milliarden Euro und der Bund zu 40 Prozent oder mit 5,6 Milliarden Euro. Für die zweite Tranche bürgt der Bund in voller Höhe mit 21 Milliarden Euro. Insgesamt geht die Bundesrepublik Deutschland damit zwar Eventualverbindlichkeiten in Höhe von 26,6 Milliarden Euro ein, jedoch würden Steuergelder erst nach Ausfall der Kreditlinien und Inanspruchnahme der Bürgschaft fliessen.

Damit scheint die HRE zumindest im Moment gerettet. Die Geschicke der Bank bleiben in den Händen des Managements. CEO Georg Funke sieht in der Finanzhilfe die Möglichkeit, die Finanzierungsstrukturen der HRE auf die neuen Anforderungen der Finanzmärkte auszurichten und für die nahe Zukunft unabhängig vom unsicheren Geldmarkt zu sein.

Der Aktienkurs der HRE brach im heutigen Handelsverlauf um bis zu 75 Prozent ein und notiert aktuell bei 3,75 Euro.


Dieser Artikel ist Teil 4 von 37 der Serie Hypo Real Estate - HRE - pbb Deutsche Pfandbriefbank



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