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GM düpiert Merkel – Kein white paper für Opel!

Als Rick Wagoner gestern den “Restructuring Plan” für General Motors (GM) dem US-Repräsentantenhaus vorlegte, hatte er sich ganz sicher noch keine Gedanken über eine weit entfernte Fabrik in Rüsselsheim gemacht. Das düpiert unsere Politiker. Bundeskanzlerin Angela Merkel fordert zwar ein Konzept, doch bleibt sie machtlos. Wagoner muss erst einmal das GM-Hauptproblem lösen, die Liquidität für die nächsten Wochen sicherstellen. Danach wird er über den Rest der Welt entscheiden, ganz im Sinne Amerikas. Dies brachte gestern auch Sprecherin Nancy Pelosi zum Ausdruck. Es geht den Amerikanern ausschliesslich um die Automobilindustrie im eigenen Land. Um was sonst? Die werden sich in Detroit kaum um Merkel, Rüttgers oder Reinholz kümmern. Welche Pläne unsere Politiker mit Opel auch immer gerne hätten, sie werden sich diesmal gedulden müssen, bis GM konkrete Vorstellungen auf den Tisch legt. Es wird nach amerikanischen Regeln gespielt. Und es wird so aussehen, dass General Motors sich lediglich zu “hold or cut” äussert. Ich denke nicht, dass in Detroit ein Sanierungskonzept für Rüsselsheim ausgearbeitet wird, nur weil die dort gerne weiter beschäftigt werden würden. Das müssen wohl die Deutschen schon selbst in ihre Hände nehmen.



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