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Opel – Eine Herausforderung an Juristen, Betriebswirte und Ingenieure

Kein Platz für Populisten und Wahlkämpfer

Wenn man dieser Tage so in den Medien blättert, wird eines klar: Opel kann nicht mit General Motors (GM) und ohne geht’s auch nicht. Hintergrund dürfte die wirtschaftliche, juristische und technologische Verzahnung beider Unternehmen sein. Wenn Opel sich von GM trennt, könnte das einem völligen Neuaufbau gleichen. Unter Opel wurden zwar Autos produziert, jedoch liegen die Patente dafür wohl in Detroit.

Womit wir bei der Herausforderung für Juristen wären. Eine Patentlösung könnte sein, dass GM Lizenzen an Opel vergibt, bis eigene Entwicklungen soweit sind. Des Weiteren wäre zu prüfen, ob, wann und wie die Organschaftsverträge kündbar sind. Das wird GM nicht gefallen. Die werden wohl satte Abstandszahlungen verlangen.

Derweil könnten sich Unternehmensberater, Banken und Investoren Gedanken über Opels Finanzen machen. Dazu gehören:

  • laufende Einnahmen
  • laufende Kosten
  • Kostensenkungen
  • Kosten von Entwicklung und Herstellung neuer Modelle
  • Markt und Marktpotenzial
  • Partner
  • Investoren
  • Finanzierung.

Auf den Schultern der Ingenieure liegt die Hauptlast. Sie müssen sich fragen: Was will der Kunde in drei Jahren für ein Auto kaufen? Und zwar ohne Autokredit, ohne Abwrackprämie und möglichst ohne Rabatte. Welche Marktsegmente will man bedienen? Zudem müssen Verbrauch, Wartungsfreundlichkeit, Qualität und Design stimmen. Erschwerend kommt hinzu: Nicht abgucken, sondern alles selber neu entwickeln. Das Pflichtenheft möchte ich sehen.

Alle drei Hauptpunkte (Recht, Finanzen, Technik) gemeinsam ergäben das Sanierungskonzept und die Antworten auf die zwei derzeit entscheidenden Fragen:

  • Ist Opel sanierungsfähig?
  • Wenn ja, wie?

Für Populisten und Wahlkämpfer ist dabei kein Platz.



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