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Dreiste Bankster kassieren Ingenieurgehälter

Nicht nur Bank-Manager kassieren während der Finanzkrise noch immer kräftig mit, auch die Gehälter ihrer Untergebenen können sich sehen lassen. Das Salär normaler Bankangestellter liegt auf ähnlichem Niveau wie das eines Ingenieurs. Ist das gerecht?

construction engineer ingenieurDer eine begnügte sich mit Hauptschule und Lehre, der andere nahm Gymnasium, Studium und Spezialisierungen auf sich. Der eine liegt dem Steuerzahler auf der Tasche, der andere muss die Staatsverschuldung abtragen. Der eine schafft nichts, während der andere durch seine Erfindungen unser Leben erst lebenswert macht. Der genießt die Aussicht, der andere hat sie ihm gebaut.

Wir sprechen hier vom Bankkaufmann und vom Ingenieur. Bankkaufleute verdienen trotz weit geringerer Bildung ähnlich viel wie ein hochspezialisierter Ingenieur. So liegt das Gehalt eines normalen Banksters (keine Führungskraft) laut Statistik im Bundesdurchschnitt bei rund 5.000 Euro. Ein Ingenieur mit ebenfalls mittlerer Vergütung verdient gemäß Job-Börse StepStone sogar weniger trotz Fachkräftemangel und höherer Ausbildung.

Auch bei den Führungskräften liegen Bankmanager klar vor Ingenieuren
Der Durchschnittsverdienst von Führungskräften im Ingenieurbereich lag im Jahre 2008 bei 103.000 Euro pro Jahr, berichtet Focus. Das Gehalt von Bankmanagern der ersten Ebene unter dem Vorstand lag trotz Finanzkrise bei 130.000 Euro jährlich, ermittelte die Managementberatung Kienbaum. Die zweite Führungsebene kassiert pro Jahr immer noch rund 98.000 Euro.

Woher diese Maßlosikeit der Bankster?
Die Leistung eines Ingenieurs orientiert sich am Markt. Wer gute Entwicklungen und Lösungen bietet, verdient auch was. Ingenieurgehälter werden durch echte Wertschöpfung bestimmt.

Bankangestellte aber verkaufen nur. Sie schachern mit Finanzprodukten, die am meisten Geld einfahren. Sie bereichern sich auf unsere Kosten, ohne einen echten Gegenwert zu erbringen. Aufgrund der permanenten Intransparenz von Produkten, Preisen und Gebühren im Finanzsektor haben Bankkunden kaum eine Möglichkeit, fair zwischen einzelnen Anbietern zu wählen oder sich gegen sittenwidrige und riskante Geschäfte zu wehren.

Ist das gerecht?

Foto: USACEpublicaffairs / CC



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