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Kundenorientierung hat Grenzen

Als ich vor Jahren einen Gegenstand über eine private Online-Auktionsplattform anbot, erhielt ich von einem Interessenten eine E-Mail mit der Bitte, sich den Auktionsgegenstand persönlich ansehen zu dürfen und bei Gefallen, den Kauf gleich vor Ort abzuwickeln. Ich lehnte ab, da die Auktion schon lief, andere Gebote in akzeptabler Höhe vorlagen und ich nicht so dringend verkaufen musste.

Bei einer anderen ebenfalls privaten Online-Auktion fragte ein Interessent an, ob eine treuhänderische Abwicklung möglich wäre. Dabei hatte ich in meiner Präsentation eindeutig festgelegt, dass der Versand nach Zahlungseingang erfolgen würde. Mehr als zehn Bieter akzeptierten das, nur einer nicht. Damit konnte ich leben, da die Gebote zu diesem Zeitpunkt schon über dem marktüblichen Preis lagen.

Bei begehrten Produkten oder Leistungen wird ein guter Kaufmann sich weder auf Rabatt- oder aufwendige Vertragsverhandlungen einlassen, noch Sonderwünsche vereinzelter Kunden berücksichtigen. Der Nutzen würde diesen Aufwand nicht rechtfertigen. Im Umkehrschluss wird ein Kunde mit echtem Kaufinteresse die Bedingungen des Verkäufers in der Regel akzeptieren, sofern sie sich im seriösen Rahmen bewegen.



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