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Legal sparen durch Steueroasen

Steueroasen oder sogenannte Offshore-Finanzplätze üben als Gegengewicht eine regulierende Funktion aus und sorgen durch legalen Druck auf Regierungen für Steuergerechtigkeit und massvolle Steuerpolitik. Dennoch werden sie nur von einem sehr geringen Teil des Kapitals genutzt. Zudem sind manche Steueroasen gar keine so günstigen Häfen für Steuerflüchtlinge. Länder, die mit moderaten Steuersätzen werben, bitten in der Praxis in Abhängigkeit von Einkommensart, -herkunft und Firmensitz oft sehr kräftig zur Kasse. So kann zum Beispiel die Besteuerung in der Schweiz sehr hoch sein und deutsche Grössenordnungen erreichen. Die Unterschiede sind im internationalen Vergleich erheblich.

Wichtige Steueroasen im Überblick
Fürstentum Andorra – keine Steuern
Anguilla – keine Steuern
Antigua und Barbuda – niedrige Steuern
Bahamas – niedrige Steuern
Bahrain – nur Ölgesellschaften werden besteuert (46 Prozent des Nettoeinkommens)
Bermuda – keine Steuern; ausser einer Jahresgebühr an den Staat und Lohnsteuern
Britische Jungfern Inseln – keine Steuern; ausser 15 Prozent Einkommen- und Körperschaftssteuer sowie Jahresgebühr an den Staat
Cayman Inseln – keine Steuern; ausgeprägtes Bankgeheimnis
Alderney (Kanalinseln) – Steuer-Flat-Rate in Höhe von 20 Prozent auf Einkommensteuer und für Unternehmen;
Guernsey (Kanalinseln) – 20 Prozent Einkommensteuer (Flat-Rate); Unternehmen werden besonders günstig besteuert
Jersey (Kanalinseln) – 20 Prozent Einkommensteuer (Flat-Rate); Steuer auf Waren und Dienstleistungen ab 2008 möglich
Sark (Kanalinseln) – keine Einkommensteuer; geringe Steuern auf Kapital und Eigentum
Hong Kong – variabel von 2 bis 19 Prozent oder fix 16 Prozent wählbar
Insel Man – 10, 18 oder Null Prozent für Unternehmen und Privatpersonen gleichermassen
Macao – 2 bis 15 Prozent Einkommensteuer; 3 bis 12 Prozent Unternehmenssteuer
Seychellen – keine private Einkommensteuer, aber bestimmte Steuern für ansässige Unternehmen
Saint Kitts and Nevis – 35 Prozent Steuern für einheimische Unternehmen, keine Steuern auf private Einkünfte
Turks- und Caicosinseln – keine Steuern auf private oder gewerbliche Einkünfte, aber 8 Prozent Abgaben für eine staatliche Versicherung

Falsche oder kritische Steueroasen und ihre Steuersätze
Aruba – 38,9 Prozent
Barbados – 37,5 Prozent
Belize – 45 Prozent individual und 25 Prozent für Unternehmen
Cookinseln – einheimischer Steuerberater sinnvoll
Dubai – einzelne Emirate erheben 55 Prozent Steuern für Ölgesellschaften und 20 Prozent für Banken sowie Einkommen- und Mehrwertsteuer und weitere
Gibraltar – 30 Prozent Einkommensteuer und 35 Prozent für Unternehmen; keine Steuern auf Kapitalerträge oder Umsätze
Irland – 42 Prozent Einkommensteuer, 12 Prozent Unternehmenssteuer, weitere Steuern auf Umsätze und Zinsen
Jordanien – progressive Einkommensteuer bis 25 Prozent für Privatpersonen und Flat-Rate in Höhe von 25 Prozent für Unternehmen, einzelne Branchen sind mit 15 Prozent begünstigt, 35 Prozent für Banken, 7 Prozent Umsatzsteuer
Liechtenstein – variable Steuersätze für Privatpersonen (1,2 bis 18 Prozent) und Unternehmen (7,5 bis 15 Prozent); weitere Steuern
Luxemburg – 40 Prozent Einkommensteuer für Privatpersonen, 22,9 Prozent für Unternehmen
Malta – abhängig von der Herkunft (Inländer, Ausländer) bis zu 35 Prozent Einkommensteuer
Mauritius – 30 Prozent Einkommensteuer für Privatpersonen, bis zu 25 Prozent für Unternehmen; weitere Steuern
Monaco – keine private Einkommensteuer, Unternehmenssteuer von 33 Prozent ab dem sechsten Jahr, davor gestaffelt
Nauru – keine Steuern; einheimischer Steuerberater empfohlen
Niederländische Antillen – unterschiedlich hohe Steuersätze zwischen den einzelnen Inseln, keine Steueroase
Panama – Einkommensteuer bis 27 Prozent, Unternehmenssteuer bis 30 Prozent, plus weitere Steuern
Samoa – Unternehmen werden bis 48 Prozent, private Einkommen bis 45 Prozent besteuert, zuzüglich weitere Steuern
St. Vincent und die Grenadinen – 10 bis 40 Prozent auf private Einkünfte, 10 bis 35 Prozent für Unternehmen, plus weiter Steuern
Singapur – sehr günstige Regelung für Expats (2 bis 28 Prozent Einkommensteuer und nur auf Einkünfte aus Singapur)
Schweiz – abhängig von der Region: Einkommensteuer bis 41,5 Prozent, Unternehmenssteuer bis 25 Prozent, plus weitere Steuern auf Umsätze und Vermögen

Wer sich im Rahmen einer Unternehmensgründung, Verlagerung oder Entsendung von Mitarbeitern über die einzelnen wirtschaftlichen Gegebenheiten informieren möchte, findet unter Expats Intelligence weitere Informationen.



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