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“…wir reden über Kosten, nicht über Köpfe”

…wir reden über Kosten, nicht über Köpfe

…tönt es aus dem Hause des angeschlagenen Konzerns “Volkswagen”. Soviel zum Thema “Menschlichkeit” als eine der wohl ausgestorbenen Tugenden des Managements. Genauso menschlich die Unternehmensstrategie des abgehobenen Autobauers, der ein exorbitant teures “Volkswagen”-Modell nach dem anderen auf dem Markt wirft, als “Volkswagen” getarnte Luxuskarossen wie Bentley oder Phaeton an das Volk bringen will.
Aber man ist doch “menschlich”, ja, wenn es um die Interessen des Konzerns geht. So wird die Stadt Wolfsburg ordentlich geschmiert, hier ein Stadion des VfL für 100 Millionen Euro – die Volkswagen-Arena – dort ein Schwimmbad, ein Planetarium, Theater, Kunstmuseum. Dafür hält der Stadtrat auch ordentlich zur Stange, z.B. kurze Entscheidungswege für weitere Umwelt-Versiegelungen durch Zulieferfirmen. Aber auch anderswo zeigt VW “Menschlichkeit”. Die Dresdner können ein Lied davon singen. In der “Gläsernen Manufaktur” am Strassburger Platz wird der Phaeton gebaut, hässlich blau-graue mit Stoff verkleidete Straßenbahnen ziehen an Dresdner Zwinger und Frauenkirche vorüber, bringen Zulieferteile. Wenn die Luxuslimousine sich wenigstens ordentlich verkaufen ließe. Aber so bleibt von der Euphorie nichts weiter als ein simples Fabrikgebäude und VW-Mahnmal auf einer weiteren versiegelten Grünfläche am Rande des Großen Gartens mitten im Zentrum von Elbflorenz.



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