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Media-Markt: Alles noch rechtens?

Wirklich clever. Jede Filiale der Handelsmarke “Media-Markt”, zusammengefasst unter Media-Saturn-Holding GmbH, firmiert als eigenständige GmbH. So kann jede dieser Filialen nach belieben einen Anwalt beauftragen, gegen Fehler der Konkurrenz vorzugehen. Dass dabei gleich mehrere dieser verbundenen Unternehmen unabhängig voneinander auch mehrfach gegen denselben Konkurrenten schiessen, ist natürlich reiner Zufall. Reiner Zufall – so könnte man meinen – ist auch, dass alle Kritiken an Mitbewerbern über einen einzigen Anwalt abgewickelt werden, so die Medien-Behauptung. Das ist jedoch in Konzernen üblich. Dass dann aber die Holding das Tun ihrer Töchter nicht so steuert, dass pro Kritik und Beklagter zwecks Schadensbegrenzung nur eine Abmahnung angestrengt wird, soll ebenfalls reiner Zufall sein?

“Die Botschaft hör ich wohl, allein mir fehlt der Glaube. (Johann Wolfgang von Goethe , Faust I, Faust)”

Der Stein des Anstosses, Media-Markt wirft seinen Mitbewerbern Verstoss gegen “ordentliches Kaufmannsgebaren und geltendes Recht” vor. Sie würden “dadurch ihre Kunden täuschen und sich unrechtmäßig einen Wettbewerbsvorteil erschwindeln”. Na schön! Zwei Samariter kämpfen also Schulter an Schulter mit schwerem Geschütz für die Rechte der Verbraucher. Ist das wirklich der einzige Grund? Aber warum bitte, sind dann nicht, wie in der Werbung durch die Töchter der Media-Saturn-Holding GmbH versprochen, die Preise in der Realität nicht auch so günstig? Alles reiner Zufall und auch alles rechtens?

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