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Bizarre Nazi-Äusserungen auf Welt Online über deutsche Bürger

Gemäss Umfragen sympathisieren 90 Prozent der Deutschen mit Thilo Sarrazin. Jens Steffenhagen schreibt auf Welt Online darüber:

“Diese Konstellation … [SPD-Mitglied und Bundesbankvorstand – Anm. d. Red.] … sorgt scheinbar für frivole Schauer bei vielen Deutschen, die sich durch die wachsende Anzahl von Migranten in Deutschland bedroht fühlen, dies aber nicht laut zum Ausdruck bringen. Man ist ja kein Nazi. Seine öffentliche Funktion und das Parteibuch machen Sarrazin zum Rebellen – eine Deutung, mit der sich seine Sympathisanten vom Verdacht befreien, einfach nur dumpf fremdenfeindlich zu sein.”

Im Klartext
Wer offen seinen Unmut über die steigende Anzahl der Migranten in Deutschland zum Ausdruck bringt, also darüber seine freie Meinung äussert, ist gemäss Steffenhagen ein Nazi. Wer Sarrazin als Rebellen betrachtet, weil er das Kreuz besitzt, seine Meinung gegen den Mainstream unseres Parlaments und parteihörigen Medien zu vertreten, verhält sich gemäss Steffenhagen fremdenfeindlich.

Wenn ich also jetzt schreibe, dass mir als Deutscher auch nicht der steigende Anteil an Migranten in öffentlichen Ämtern und politischen Positionen gefällt, weil ich der Meinung bin, dass ausschliesslich Bürger, die seit mehreren Generationen Deutsche sind, meine Interessen vollumfänglich vertreten können, dann wäre ich in den Augen von Steffenhagen ebenfalls ein Nazi.

Nun, ich teile Sarrazins Meinung nicht in allen Punkten. Vor allem halte ich – entgegen Sarrazin – die sechs Prozent Muslime hierzulande für keine Bedrohung unseres Sozialstaates oder unserer Demokratie. Aber dass Sarrazin seine Meinung äussert und gegen unsachliche Kritiker, wie TV-Moderator Michel Friedman oder Journalistin Asli Sevindim, vertritt, finde ich durchaus sympathisch. Jetzt bin nach Auffassung von Steffenhagen also auch noch dumpf fremdenfeindlich.

Die Frage, wie man jemanden bezeichnet, der öffentlich ein gesamtes Volk zu Unrecht beschimpft, möge jeder für sich selbst beantworten. Ebenso die Frage, wie man eine Zeitung nennt, die solches publiziert.


Dieser Artikel ist Teil 32 von 58 der Serie Medienkritik



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