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GEZ: Die teuersten Hompages – ARD – ZDF & Co

Zur Erinnerung
Ab 01.01.2007 wird in Deutschland der PC-Besitz mit neuen GEZ-Gebühren bestraft, pauschal natürlich für jeden internetfähigen Computer inklusive Macs. Da man im Internet Informationen nicht nur hören sonderen auch sehen kann, gelten PCs und Notebooks als Fenseher und sollen mit 17,03 EUR pro Monat zu Buche schlagen. Für eine Privatperson, die schon einen Fernseher angemeldet hat, ist der Computer inklusive. Firmen jedoch werden für einen Rechner pro Grundstück durch die neuen Gebühren zusätzlich belastet. Weitere im Hause installierte PCs oder Notebooks können für lau betrieben werden. Schön für Siemens & Co, schlecht für kleine und mittlere Unternehmen, Freiberufler Handwerker usw.. Auch wer als Privatperson für seinen Fernseher schon zahlt und seinen PC/Notebook für Arbeitszwecke/Studium oder auch für Hausarbeiten als Azubi u.ä. nutzen muss, wird ebenfalls neu zur Kasse gebeten. Die Online zu tätigende Steuererklärung steht nun ebenfalls unter Strafe. Und nicht zuletzt, die ganze Welt kann auf die öffentlich-rechtlichen Websites zugreifen, aber nur der Bundesbürger darf zahlen.

Warum?
Die öffentlich-rechtlichen ARD und ZDF sagen, unsere Homepages sind Grundversorgung und müssen irgendwie bezahlt werden. Hier stellt sich nun die Frage, wieviel spielen denn die neuen Gebühren für diese Homepages ein und ist das gerechtfertigt?

Die Zahlen
PC-Gebühr.de geht, unter Berufung auf GEZ-Geschäftsführer Hans Buchholz, von 2 Millionen neu anzumeldenden Computern aus. Damit nehmen die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten 2 Mio x 17,03 Euro pro Monat = 34 Mio pro Monat zusätzlich für ihre Internetauftritte ein. Hochgerechnet sind das also jährlich 409 Millionen Euro. Eine satte Summe die 6 Prozent des Gesamtetats 2005 in Höhe von 7 Milliarden Euro ausmacht. Gemäss GEZ-Verteilungplan nach ihrem Geschäftsbericht 2005 würde sich das so darstellen:

Jetzt nehmen wir mal an, ein Homepagebetreiber würde sich diese Summe durch Google Adsense finanzieren wollen. Wieviel Seitenaufrufe wären nötig? Ich lege hier realistische 0,20 Euro pro Klick und eine Klickrate von fünf Prozent zugrunde.

Wir sprechen hier also von täglichen Seitenaufrufen im zweistelligen Millionenbereich in einem Medium, welches unendlich mehr zu bieten hat als nur die 11 Homepages der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten und einem Surferkreis, welcher Babys, Kleinkinder und ältere Menschen nicht beinhaltet. Sind diese bewussten Webauftritte tatsächlich so interessant? Btw., bei rund 320 Millionen Menschen weltweit, die Englisch sprechen, sind Websites mit 3,5 Millionen Seitenaufrufen pro Tag schon sehr gut dabei. Deutsch sprechen jedoch nur geschätzte 120 Millionen Menschen.

Dies nur mal so zum Nachdenken in den Raum geworfen. ;)

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Dieser Artikel ist Teil 3 von 58 der Serie Medienkritik



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