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Heimliche Grundversorgung – Staatssender verzocken unser Geld!

Gemäss einem Bericht der Landesrechnungshöfe Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen soll der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) an den Kapitalmärkten Geld in riskante Geldanlagen investiert und verloren haben, meldet Financial Times Deutschland. Zwischen den Jahren 2000 und 2002 entstand so ein Anlageverlust von 26 Prozent oder 160 Millionen Euro. Der sei zwar in den Folgejahren wieder mehr als wett gemacht worden. Durch die Finanzkrise dürfte jedoch das Vermögen in den sogenannten stillen Reserven dramatisch geschrumpft sein. Wie viel der MDR verlor, erfahren wir Gebührenzahler nicht. Bekannt ist lediglich, dass der Sender in den 90ern sieben Spezialfonds im Wert von 625 Millionen Euro aufgelegt und in hochriskanten Anleihen und Währungen spekuliert haben soll, berichtet Spiegel. Das ist Skandal Nummer 1.

Die Sache mit den stillen Reserven
Der eigentliche Skandal Nummer 2 ist jedoch, dass uns einerseits die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten jährlich mit Zwangsgebühren tiefer in die Tasche greifen aber andererseits stille Reserven bilden, also heimliches ausserbilanzielles Vermögen, dessen Auflösung nirgends geregelt ist und das uns so bis zum jüngsten Tag vorenthalten werden könnte. Eine “gängige Praxis” bei den Landesrundfunkanstalten, die letztlich wir Gebührenzahler mitfinanzieren ohne etwas davon zu sehen oder zu hören.


Dieser Artikel ist Teil 11 von 58 der Serie Medienkritik



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  • Andreas Kunze April 18, 2009, 10:48

    Im Bericht selber ist davon die Rede, dass die Fonds in den vergangenen Jahren überdurchschnittliche Renditen eingefahren haben. Dass Problem ist wohl eher, dass die Gewinne auch realisiert werden müssen, um für die Rundfunkarbeit zur Verfügung zu stehen. Das hatte der Rechnungshof zuletzt Sommer 2008 angemahnt. Eine gesetzliche Regelung (Ausweis- und Realisierungspflicht) wäre m.E. besser.

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