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Horror-Foto soll Afghanistan-Krieg endlich legitimieren

mv-22b osprey afghanistanSeit neun Jahren versucht die NATO Afghanistan unter Kontrolle zu bringen und schafft es nicht. Der armselig ausgerüstete Gegner gewinnt täglich an Boden, während westliche High-Tech-Soldaten scheinbar machtlos zu schauen, wie ihre kriegsmüden Kameraden einer nach dem anderen das Schlachtfeld verlassen. In diese Zeit veröffentlicht das Nachrichten Magazine “Time” ein Horror-Foto einer durch ihre Familie mit Schützenhilfe der Taliban misshandelten jungen Frau, um mit der Begründung “Was passiert, wenn wir Afghanistan verlassen” den westlichen Waffengang wenigstens den Schein einer Legitimation zu geben und um zum Durchhalten zu motivieren (Wir Deutschen kennen das ja.). Denn eine solche Barbarei müsse mit westlicher Waffengewalt gestoppt werden. Verwunderlich dabei, dass in Nordkorea oder Somalia ganze Völker durch Hungertod oder Bürgerkrieg zu Grunde gehen, ohne dass es westliche Politiker je interessiert hätte. Von humanitärer Hilfe für das afghanische Volk kann auch vor dem Hintergrund der Opferzahlen des Krieges unter der Zivilbevölkerung keine Rede sein. Daher enthüllt das Schock-Foto auf der Titelseite des “Time” auch nur die halbe Wahrheit. Denn während die junge Frau misshandelt wurde, konnte weder die Regierung Karsai noch die Präsenz westlicher Soldaten ihre Sicherheit garantieren. Vielleicht, weil sie gerade mit dem Schutz einer Kupfermine beschäftigt waren?

Foto: DVIDSHUB / CC


Dieser Artikel ist Teil 27 von 58 der Serie Medienkritik



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