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Magnus Gäfgen: Zu Recht Schmerzensgeld für den Kindermörder

Kindermörder gehören bestraft und aus dem Verkehr gezogen, wenn ihre Schuld zweifelsfrei erwiesen ist. Zuvor aber gelten im Rechtsstaat Unschuldsvermutung und Menschenrechte!

bild nach gaefgen entschaedigung

Daran wird auch die BILD-Zeitung nichts ändern. Zum Glück! Denn sogar Justiz und Polizei können irren, wie die Fälle Jens Söring und andere beweisen.

Der Deutsche mit der Häftlingsnummer 179212 wird seit 25 Jahren im US-Bundesstaat Virgina festgehalten, weil er dem “Buckingham Correctional Center” pro Jahr 25.000 US-Dollar wert ist. Seine Schuld an der Ermordung der Eltern seiner Freundin konnte nie bewiesen werden. Im Gegenteil alle am Tatort gesicherten Spuren, gehörten nicht Söring, wie das ZDF jüngst dokumentierte.

Oder nehmen wir den Fall Kurnaz. Der in Deutschland geborene Türke wurde wenige Wochen nach dem 11. September 2001 von der CIA grundlos aus dem Urlaub geholt und mit dem Segen der damaligen rot-grünen Bundesregierung in die berüchtigte US-Folterhölle Guantanamo verschleppt. Selbst als US-Behörden, BND und Verfassungsschutz seine Unschuld beteuerten, lehnte unsere angeblich “rechtsstaatliche” Regierung die Rückkehr Kurnaz’ nach Deutschland ab.

Der 30. September 2010 ging als blutiger Donnerstag in die deutsche Geschichte ein, als hochgerüstete Ledernacken des damaligen Ministerpräsidenten Baden-Württembergs Stefan Mappus mit ihren Wasserwerfern friedlichen Demonstranten das Augenlicht auslöschten.

Nicht zuletzt war es im Mai dieses Jahres eine hessische Polizeibeamtin, die wegen 50 Euro eine Hartz-IV-Empfängerin niederschoss und tödlich verletzte.

Im Fall Magnus Gäfgen war es wieder ein hessischer Polizeibeamter, der über die Stränge schlug und mit Folter drohte.

Es spielt keine Rolle, was Gäfgen getan hat. Wenn solche Übergriffe durch Staatsbeamte straflos durchgehen, fallen wir ins Mittelalter zurück und begeben uns auf das gleiche Niveau wie die Völker mordenden Terror-Regime im Nahen Osten. Da sei Gott vor!


Dieser Artikel ist Teil 42 von 58 der Serie Medienkritik



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