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“Neutral und unabhängig” – ARD als Partner der Deutschen Bank?

Die ARD verlinkt das Deutsche Institut für Altersvorsorge (DIA) in ihrem Plusminus-Artikel “Wie Riester-Berater reihenweise durchfallen” gemeinsam mit dem Bundesfinanzministerium und dem Hessischen Finanzministerium. Ein deutsches Institut also, das suggeriert dem ahnungslosen Aussenstehenden eine wissenschaftliche und unabhängige durch öffentliche Gelder geförderte Forschungseinrichtung. Auch das DIA verspricht auf seiner Website Neutralität und Unabhängkeit “von den Marketing- und Verkaufsaktivitäten seiner Gesellschafter”. Ist das glaubhaft?

Über der Unabhängigkeitserklärung des DIA sind die Gesellschafter des Instituts aufgeführt und verlinkt:

Dass die Deutsche Bank Privat- und Geschäftskunden AG “nur” Kooperationspartner ist, spielt dabei nur noch eine untergeordnete Rolle.

Unter der Unabhängigkeitserklärung des DIA liest man unter anderem die Namen zweier wichtiger Akteure des Institutes und ihre Funktionen. Die privatwirtschaftlichen Verbindungen fehlen:

Werner Janzen, DIA-Geschäftsführer, war zumindest bis Mai 2008 noch Produktmanager der Deutschen Bank Privat- und Geschäftskunden AG.

Bernd Katzenstein, Sprecher der Gesellschaft, ist in seiner “Freizeit” als Chefredakteur vom MLP-Forum tätig, der Kundenzeitschrift des Finanzdienstleisters MLP AG.

Im DIA-Impressum stösst man dann noch auf Geschäftsführer Karl-Heinz Buchholz – mindestens bis Juli 2007 Vertriebsleiter der Deutschen Bank AG.

Ob das alles der Plusminus-Redaktion bekannt ist?


Dieser Artikel ist Teil 6 von 58 der Serie Medienkritik



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