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Offshore-Leaks – Gefährliche Parallelen zu Gladbeck!

Wieder behindern Journalisten die Arbeit der Behörden indem sie ihre privatwirtschaftlichen Interessen über die der Bürger stellen.

Gladbeck vor 23 Jahren: Zwei Gangster lassen sich von einer Medien-Meute hofieren, mit Snacks versorgen und dann auch noch in ihrer Flucht helfen. Am Ende stehen ein Blutbad mit zwei toten Geiseln und viele unbequeme Fragen an die Journalisten.

Sobald Medien eine Story wittern, setzen offenbar Rechts- und Demokratieverständnis aus. Und so beschwört die Journaille auch allerlei zwielichtige Argumente, warum die am Projekt “Offshore-Leaks” beteiligten Redaktionen Steuerhinterzieher und Geldwäscher in Steueroasen auch weiterhin schützen wollen.

Medien fühlen sich ja nach eigenen Aussagen als Kontrolleure der Machthaber in Politik und Wirtschaft. Wer aber kontrolliert die Medien, wenn sie ihre eigene Macht im Umgang mit der im Grundgesetz zu Recht geschützten freien Information missbrauchen und relevante Daten den Ermittlern zum Schaden der Allgemeinheit vorenthalten oder gar mit Strolchen zusammenarbeiten wie im Geiseldrama von Gladbeck?

Pressefreiheit begann einst mit Informantenschutz. Inzwischen scheint der durch sinkende Zeitungsverkäufe im Sterben liegende Journalismus schon so weit verkommen, dass aus Informantenschutz der Täterschutz wurde. Die Redaktionen scheinen in der Medienkrise genauso skrupellos wie Steuerhinterzieher und Geldwäscher in den Steueroasen.

Journalisten sind keine Hilfssheriffs. Sie dürfen recherchieren, publizieren und informieren. Sie dürfen auch ihre Informanten schützen. Wer aber Informationen den Behörden mit dem Vorwand “Ermittelt doch selbst oder kauft unsere Zeitung!” vorenthält und so deren Arbeit behindert, macht sich mitschuldig und hier endet die Pressefreiheit.

Demokratie bedeutet im Übrigen “Herrschaft des Volkes” und nicht “Herrschaft der Medien”!


Dieser Artikel ist Teil 51 von 58 der Serie Medienkritik



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