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Reuters beendet Wirtschaftskrise in Deutschland

Dass deutsche Medien sich gerne politischen Strömungen anschliessen und der Propaganda frönen, ist allgemein bekannt. Aber von Nachrichtenagenturen sollte der Bürger doch objektive und wertfreie Berichterstattung erwarten dürfen. Dem ist leider nicht so, wie die Kollegen von Thomson Reuters heute beweisen:

Arbeitsmarkt schüttelt Wirtschaftskrise ab”

Bähm! Was für ein Aufmacher und kein Versehen, wie die nächste Zeile beweist:

“Der deutsche Arbeitsmarkt hat die Wirtschaftskrise hinter sich gelassen.”

Der Leser erwartet nun Vollbeschäftigung und eine rosige Zukunft. Die Primärquelle Bundesagentur für Arbeit schreibt in ihrer Pressemitteilung aber etwas völlig anderes:

“Der Arbeits- und Ausbildungsstellenmarkt im August: Besserung am Arbeitsmarkt hält an”

In der Tat haben sich die Arbeitsmarktdaten nur sehr moderat verbessert. Einen Bezug zur Konjunktur gestattet die anhaltend hohe Arbeitslosenquote von rund 8 Prozent dennoch nicht, weil Erwerbslose in Schulungsmassnahmen, Frührentner oder “Stille Reserven” unberücksichtigt bleiben.


Dieser Artikel ist Teil 31 von 58 der Serie Medienkritik



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