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Steuerflucht: Wie Unternehmen und Bürger die Steueroasen nutzen

Legale Steuerflucht kann durch
  • Verlagerung des Wohnsitzes (Privatperson)
  • Verlagerung des Sitzes der Geschäftsleitung
  • Verlagerung von Einkommen und Vermögen auf im Ausland gegründete oder erworbene Gesellschaften oder Stiftungen (juristische Person)

erfolgen.

Gesetzesgrundlagen hierfür sind das Gesetz über die Besteuerung bei Auslandsbeziehungen (AStG) und die Doppelbesteuerungsabkommen mit vielen Ländern.

Und so geht’s
Wichtig ist, dass Unternehmensgewinne dort anfallen, wo die Steuersätze niedrig sind (Steueroase) aber die Kosten in Deutschland bleiben.

  • Das Unternehmen A wird – eventuell als Briefkastenfirma – in eine Steueroase verlagert oder dort gegründet.
  • Die Produkte werden in Deutschland durch Unternehmen B in Lizenz gefertigt.
  • Lizenzgebühren fliessen in angemessener Höhe (Wer will das prüfen?) an Unternehmen A.
  • Die Produktion in Deutschland könnte zudem über einen durch Unternehmen A gewährten Kredit finanziert sein, was zusätzliche Kosten für Unternehmen B aber Zinsmarge für Unternehmen A schafft.
  • Waren- und Materialeinkäufe sowie Vertrieb könnten über Unternehmen B laufen.

Soweit alles ganz legal. Das Unternehmen A mit Sitz in der Steueroase hat die volle Kontrolle über Umsätze und Kosten. Es kassiert Lizenzgebühren, Kreditmarge und behält die Gewinne aus dem Produktverkauf. Steuern zahlt es nicht. Das in Deutschland produzierende Unternehmen B arbeitet nach Auftragsvergabe und wird lediglich in Höhe seiner anfallenden Kosten (Personal, Energie) entlohnt. Da Unternehmen B keine Gewinne erwirtschaftet, zahlt es ebenfalls keine Steuern. Es ist nur eine Frage der Vertragsgestaltung, der Besitzverteilung und der rechtlichen Situationen vor Ort. Wenn der Politik etwas nicht gefällt, dann kann der Laden jeder Zeit geschlossen oder verlagert werden, mit allen Konsequenzen für die Angestellten.

Keine Steuerberatung! Keine Gewähr!



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